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Browsing Posts published in July, 2010

Jahrelang habe ich diverse Canon Digitalkameras (Powershot, Ixus) mein Eigen genannt. Die mitgelieferte ZoomBrowser Software hatte eine Funktion beim Runterladen der auf der Kamera (Speicherkarte) gespeicherten Bilder die ich im Laufe der Zeit sehr zu schätzen gelernt habe, nämlich das automatisierte Speichern der Bilder in einer Ordnerstruktur nach dem Schema …/OrdnerJahr/OrdnerMonat/OrdnerTag.

Nun ist mir klar, dass mann nicht notwendigerweise eine solche Ordnerstruktur benötigt um seine Bilder vernünftig zu archivieren. Jedes zeitgemässe Foto-Management Program kann Bilder auch einfach in einen Ordner packen und dann nach den EXIF oder IPTC Daten sortiert anzeigen. Aber ich persönlich schätze sehr die Flexibilität meine Bilder in kleinen überschaubaren Ordnern nach Datum sortiert abgelegt zu haben, da ich dann auch ohne zusätzliche Software einfach Bilder suchen, finden und anschauen kann.

Nachdem ich inzwischen auf Nikon DSLRs (D80, D90, D300s) umgestiegen bin, hatte ich das Problem, das keines meiner Bildverwaltungsprogramme (ACDSee Pro 3, Adobe Lightroom 3) eine solche Funktion zur automatischen Erstellung selbstdefinierter Ordner anbietet.

Bei der Suche nach einem adequaten Ersatz hab ich folgendes kleines Schätzchen gefunden: Downloader Pro von Breeze Systems. Diese kleine Tool macht genau das, was ich möchte. In der intelligenten Eingabemaske kann mann darüber hinaus noch viel mehr definieren. Ihr könnt wirklich fast jedes erdenkliche Kriterium benutzen um eure Bilder in eine eigene (automatisch angelegte) Ordnerstruktur zu laden. Ausserdem könnt ihr während das Downloadvorganges noch verschiedene andere Dinge von der Software erledigen lassen, wie z.B. IPTC Tags hinzufügen, Backups (Duplikate) an einem alternativen Ort speichern, Farbschema anpassen etc.

Fazit: Für mich das perfekte kleine Tool um Herstellerunabhängig für alle meine Digicams einen konsistenten Download-Workflow umzusetzten. Leider gibts das gute Program bisher nur für Windows.

www.breezesys.com

Dieser extrem coole Clip von Chasejarvis.com brachte mich auf die Idee mal kurz zu berichten, wie ich eigentlich meine Daten sichere. Chase’ Lösung ist sicher extrem cool und professionell, für den “Normalgebrauch” aber wahrscheinlich unbezahlbar. Also, – die Herausforderung heisst: Ihr habt sicher auch im ganzen Haushalt verteilt mehrere Laptops, PCs, Macs etc. und ihr wollt sicherstellen, dass ihr eine komfortable Lösung für das Backup aller Daten habt, die ausserdem noch die Möglichkeit bietet bei evtl. Virenbefall ein älteres Backup wieder zurückzuspielen.

Meine Lösung sieht folgendermassen aus. Ich habe an meinen Gigabit-Switch der den zentralen Verteiler fürs Haus darstellt zwei Synology Diskstations angeschlossen. Eine etwas ältere DS107+ und die jüngere DS109. Beide Diskstations arbeiten mit jeweils einer konventionellen 1TB Samsung HDD (5400 U/min). Beide Geräte sind kleine aber leistungsstarke Server, die sich via Web-Interface bequem konfigurieren lassen.

Obwohl die DS 107+ das ältere Modell ist, ist sie der etwas leistungsstärkere Server (am + zu erkennen). Daher ist sie auch das Gerät, auf das / von dem alle unsere Daten im täglichen Betrieb geschrieben / gelesen werden. Ich habe sämtliche Clients im Haus so konfiguriert, dass keine (oder nur sehr wenige) Daten lokal liegen, sondern alle Daten (Bilder, Videos, Musik, andere Dateien, Mails etc.)  auf der DS 107+ abgelegt werden. Die Geschwindigkeit via Gigabit Netzwerk ist dabei beim abrufen völlig ausreichend.

Nun zu Backup. Einmal pro Woche schaltet sich meine zweite Diskstation (DS109) für ca. 3 Stunden automatisch ein und zieht via integrierter Backup-Software ein inkrementielles Backup von der DS 107+. Dannach schaltet sich das gute Stück wieder selbständig aus und schont die Daten :-) . Zur örtlichen Trennung. Eine Diskststation steht auf dem Dachboden, die andere im Keller. So ist die Wahrscheinlichkeit eines totalen Datenverlustes durch Feuer oder Wasser hoffentlich noch etwas geringer. Durch das wöchentliche Backup habe ich also immer die Möglichkeit ein älteres Backup wieder zurück zu spielen.

Ach so, meine Clients  habe übrigens noch jeweils eine lokale Backupsoftware, mit der ich von Zeit zu Zeit eine Komplettspiegelung auf die DS 107+ mache. Das erspart das komplette Neuaufsetzten eines Clients bei evtl. Problemen mit dem Betriebssystem.

Mich würden Eure Meinungen zum Thema interessieren und auch Eure Lösungen. Wie vermeidet ihr den Supergau?