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Dieser extrem coole Clip von Chasejarvis.com brachte mich auf die Idee mal kurz zu berichten, wie ich eigentlich meine Daten sichere. Chase’ Lösung ist sicher extrem cool und professionell, für den “Normalgebrauch” aber wahrscheinlich unbezahlbar. Also, – die Herausforderung heisst: Ihr habt sicher auch im ganzen Haushalt verteilt mehrere Laptops, PCs, Macs etc. und ihr wollt sicherstellen, dass ihr eine komfortable Lösung für das Backup aller Daten habt, die ausserdem noch die Möglichkeit bietet bei evtl. Virenbefall ein älteres Backup wieder zurückzuspielen.

Meine Lösung sieht folgendermassen aus. Ich habe an meinen Gigabit-Switch der den zentralen Verteiler fürs Haus darstellt zwei Synology Diskstations angeschlossen. Eine etwas ältere DS107+ und die jüngere DS109. Beide Diskstations arbeiten mit jeweils einer konventionellen 1TB Samsung HDD (5400 U/min). Beide Geräte sind kleine aber leistungsstarke Server, die sich via Web-Interface bequem konfigurieren lassen.

Obwohl die DS 107+ das ältere Modell ist, ist sie der etwas leistungsstärkere Server (am + zu erkennen). Daher ist sie auch das Gerät, auf das / von dem alle unsere Daten im täglichen Betrieb geschrieben / gelesen werden. Ich habe sämtliche Clients im Haus so konfiguriert, dass keine (oder nur sehr wenige) Daten lokal liegen, sondern alle Daten (Bilder, Videos, Musik, andere Dateien, Mails etc.)  auf der DS 107+ abgelegt werden. Die Geschwindigkeit via Gigabit Netzwerk ist dabei beim abrufen völlig ausreichend.

Nun zu Backup. Einmal pro Woche schaltet sich meine zweite Diskstation (DS109) für ca. 3 Stunden automatisch ein und zieht via integrierter Backup-Software ein inkrementielles Backup von der DS 107+. Dannach schaltet sich das gute Stück wieder selbständig aus und schont die Daten :-) . Zur örtlichen Trennung. Eine Diskststation steht auf dem Dachboden, die andere im Keller. So ist die Wahrscheinlichkeit eines totalen Datenverlustes durch Feuer oder Wasser hoffentlich noch etwas geringer. Durch das wöchentliche Backup habe ich also immer die Möglichkeit ein älteres Backup wieder zurück zu spielen.

Ach so, meine Clients  habe übrigens noch jeweils eine lokale Backupsoftware, mit der ich von Zeit zu Zeit eine Komplettspiegelung auf die DS 107+ mache. Das erspart das komplette Neuaufsetzten eines Clients bei evtl. Problemen mit dem Betriebssystem.

Mich würden Eure Meinungen zum Thema interessieren und auch Eure Lösungen. Wie vermeidet ihr den Supergau?

So, jetzt ist es geschafft. Unsere Treppe ist leise und ich wollte mal meine Erfahrungen von dieser Aktion teilen. Wie immer hat die ganze Sache doch etwas länger gedauert als gedacht – alles in allem eine gute Woche (Abends & Wochenende). Und wie immer bin ich durch alle Projektphasen von Euphorie über Wahnsinn bis zur Befriedigung des Erfolgserlebnisses gegangen.

Falls Ihr Euch mit dem Gedanken tragen solltet, eine Treppe zu entknarren, hier ein paar gut gemeinte Tipps von meiner Seite:

  1. Das Knarren ist Euer Feind, nicht die Treppe
  2. Geduld  ist eure wichtigste Waffe
  3. Ihr werdet feststellen, dass unglaublich viele Dinge im Haus knacken und knarren
  4. Gelegentliches Laufen über Steintreppen kann erleichtern
  5. Während der Arbeit werdet ihr eure Treppe so oft hoch und runter laufen wie nie zuvor

Neben diesen Punkten gibt es auch noch ein paar wirklich nützliche Erkenntnisse zu teilen, – also deshalb ganz von vorn.

Nach ausführlicher Lektüre meherer Internetquellen (die aus meiner Sicht Beste findet ihr hier: http://www.khries.de/treppenbau.htm) hab ich mich dazu entschieden das Knarren durch folgenden Ansatz zu beseitigen:

Schritt 1: Trennen der Verbindung zwischen Tritt- und Setzstufe: Das ging nach der richtigen Idee relativ einfach, da unsere Treppe von unten zugäglich ist. Die Setzstufen waren jeweils entlang ihrer Unterkante (mit inzwischen rostigen Nägeln) an die jeweils nächst-untere Trittstufe genagelt. Hier knarrt es natürlich mächtig, wenn durch Begehen der Treppe Bewegung in die Sache kommt. Da sich die Nägel um keinen vernünftigen Preis herausziehen liessen, hab ich sie mit einer elektrischen Schlitzsäge einfach über den minimalen Spalt zwischen Tritt- und Setzstufe abgesägt.

An ihrer Oberkante haben die Trittsufen logischerweise auch in Kontakt zur jeweisl nächst-höheren Stufe gestanden. Hier brauchte ich nichts zu machen, da diese Verbindung nur durch Nut und Feder zustande kam und nicht geleimt, geschraubt etc. war.

 Schritt 2: Hochkeilen der Trittstufen: Im nächsten Schritt hab ich die Trittstufen durch Keile hochgekeilt. Ziel ist es die im Laufe der Jahre entstandene leichte Durchbiegung zu korrigieren. Also Keile zwischen die Trittstufen. Wichtig hierbei ist von oben nach unten zu beginnen und die gesamte Treppe zu verkeilen. Hierbei darf mann schon rhig etwas kräftiger zur Sache gehen. Die Tritte sollten in der Mitte ca. einen halben cm höher sein als an dein seitlichen Rändern. Nach dieser Aktion ist es schon schön still, – natürlich sehen die Keile unschön aus.

Schritt 3: Schleifen und Reinigen:  Dieser Schritt gehört eigentlich nicht zu Entknarren, bot sich aber bei mir an, da die Treppe ja im Zuge der Entknarrerei auch neu lackiert werden sollte. Jetzt wo Tritt- und Setzstufen schön voneinander getrennt sind, kann man gut sämtliche Ecken und Winkel schleifen mit einem optisch sauberen Ergebnis. Ausserdem habe ich den Schmutz der sich in den Fugen zwischen den Holzteilen gesammelt hatte entfernt, da ich vorhatte, diese Flächen teilweise später zu verleimen. 

 

 

 

Schritt 4: Verschrauben und verleimen: Diese aus meiner Sicht wichtigste Aktion war gleichzeitig die aufwändigste. Ziel ist es, die Setzstufen nach dem Lösen von den Trittstufen und der Hochkeil-Aktion wieder in ihre alte Funktion zurückzubringen. Das heisst, sie müssen nach oben in die hochgekeilte Trittstufe gepresst werden und an der Unterkante mit der darunter liegenden Trittstufe verschraubt werden. Um wirklich jegliche Bewegung langfristig auszuschliessen habe ich zusätzlich beide (obere und untere) Verbindung mit wasserfestem Holzleim verleimt.

Gesagt, getan. Ich habe jeweils nach dem Hochkeilen der Trittstufe entstandene obere Fuge mit einer 20ml Plastikspritze gnzflächig Leim eingespritzt. Dannach habe ich die Setzstufe mit einem Schlagholz und Gummihammer nach oben getrieben, bis die Fuge verschlossen ist. Den Leim presst es natürlich bei dieser Aktion wieder teilweise raus. Als nächstes hab ich auf die unteren Kontaktflächen (Zwischen unterer Trittstufe und Unterkante Setzstufe) ebenfalls Leim aufgetragen. Das ging bei mir am Besten von oben. Dannach können beide Stufen miteinander verschraubt werden. Ich habe 5er Schrauben genommen, aus meiner Sicht die minimale Dicke. Wichtig auch, – vorbohren, sonst könnten die Setzstufen springen. Auch wichtig, die Schrauben in einem nicht zu grossen Abtstand voneinander platzieren (ich habs mit ca. 7 cm wahrscheinlich übertrieben). Und als letzter Tipp, die Schrauben nicht genau in einer Linie anordnen, sondern besser abwechselnd etwas nach oben / unten versetzen. Dannach ist Geduld gefragt. Die Keile sollten erst entfernt werden, wenn der Leim komplett durchgetrocknet ist. Bei mir hat die Treppe zu diesem Zeitpunkt noch minimale leise Knacker von sich gegeben und ich war schon leicht enttäuscht. Zwei Tage später nach Entfernen der Keile und nach Austrocknen des Leims war es komplett still. Hier ein Bild von der Treppenunterseite nach dem Verleimen und Verschrauben:

Was für Erfahrungen hab ich noch gemacht: Beim Setzten der Keile darauf achten, dass sie nicht direkt an der Setzstufe anstossen, sondern dass noch Luft dazwischen ist. Meine Keile hatten immer die Tendenz die Setzstufe nach hinten wegzudrücken was zu Problemen beim neu verschrauben führt.

So, nach dem Entknarren hab ich dann noch die Wangen und Setzstufen weiss lackiert. Dabei war die aufwändigste Aktion das saubere Abkleben. Ich hab mich entschieden, für die wichtigen Kanten spezielles Lackklebeband zu nehmen, da meine Erfahrungen mit dem Malerkrepp in der Vergangenheit nicht so gut waren. Wichtig war mir, dass beim Lackieren kein Lack unter das Klebeband läuft und die Kanten sehr sauber aussehen.

Hier seht ihr noch ein paar Bilder von dieser Aktion. Das Ergebnis war letztendlich so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ein guter Tipp vom Maler unseres Vertrauens hat mir übrigens sehr geholfen, – nach dem Lackieren das Klebeband so schnell wie möglich wieder abziehen.

Hab heute wunderschöne Gartenpavillons entdeckt. Kuckst du hier … http://www.gartenpavillon-noller.de/

Nach längerer Pause haben wir am Wochenende das Projekt “Treppe entknarren” in Angriff genommen. Unsere (hoffentlich bald) schöne Buchenholztreppe Bj 1927ist doch extrem laut. Na gut, alte Treppen dürfen knarren, – nur sollte eben nicht jedes Mal die ganze Familie aus dem Bett fallen… Ziel der Aktion ist es die Treppe zum Schweigen zu bringen, sowie Setzstufen und Wangen weiss zu lackieren. Bei meiner Suche im Internet bin ich auf mehrere Seiten gestossen, die verschiedene Verfahren empfehlen. Eine der informativsten aus meiner Sicht ist:

http://www.khries.de/treppenbau.htm

Ein Erfahrungsbericht zu meinen Ergebnissen für alle Interessierten folgt demnächst. Hier schon mal ein (nicht ganz optimales) Foto aus der Zeit des Umbaus, dass den Ausgangszustand zeigt.